Arbeitsrecht

Kündigung vom Arbeitgeber bekommen | Was tun? | Wir helfen Ihnen

Hier zeigen wir Ihnen, was Sie tun sollten, wenn Sie gekündigt wurden

Kündigung bekommenPrinzipiell steht es sowohl dem Arbeitgeber als auch dem Arbeitnehmer das Recht zu, den geschlossenen Arbeitsvertrag zu kündigen. Für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit einer Kündigung sind die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und arbeitsvertragliche Vereinbarungen maßgeblich.

Außerdem unterfallen Arbeitnehmer in vielen Fällen dem Schutzbereich des Kündigungsschutzgesetzes. Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber die Kündigung erhalten haben, sollten Sie prüfen, ob diese Kündigung den Rechtmäßigkeitsanforderungen entspricht.

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Einhaltung der Kündigungsfrist

Zunächst sollten Sie untersuchen, ob die Kündigung fristgemäß erfolgt ist. Das Gesetz sieht in § 622 BGB eine Staffelung der vom Arbeitgeber zu beachtenden Kündigungsfrist vor, welche sich nach Ihrer Betriebszugehörigkeit richtet.

Sind Sie beispielsweise länger als fünf Jahre in dem Betrieb tätig, dann hat Ihr Arbeitgeber eine Kündigungsfrist von zwei Monaten einzuhalten. Die Vereinbarung einer von der gesetzlichen Regelung abweichenden Kündigungsfrist ist nur dann wirksam, wenn Sie nicht zu Ihren Lasten geht.

Kündigungsgrund

Wenn Sie mindestens sechs Monate für Ihren Arbeitgeber tätig waren und der Betrieb mindestens zehn Mitarbeiter beschäftigt, dann hat Ihr Arbeitgeber die Regelungen des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) zu beachten. Das bedeutet insbesondere, dass er die Kündigung begründen können muss. In Betracht kommt dabei

  • Ihr Verhalten gegenüber Ihrem Chef oder Vorgesetztem (verhaltensbedingter Grund),
  • ein in Ihrer Person liegender Grund, wie beispielsweise eine langanhaltende Krankheit (personenbedingter Grund), oder
  • ein dringendes betriebliches Erfordernis (betriebsbedingter Grund).

Macht Ihnen Ihr Arbeitgeber einen besonders gravierenden Pflichtverstoß zum Vorwurf, kann er auch eine fristlose Kündigung aussprechen. Die rechtlichen Hürden für eine solche außerordentliche Kündigung sind allerdings relativ hoch.

Ihr Fehlverhalten müsste entsprechend von außerordentlicher Relevanz sein und Sie müssen im Regelfall wegen dieses Verhaltens vorher abgemahnt worden sein. Nur wenn Ihrem Arbeitgeber aufgrund Ihres Verhaltens das Festhalten am Arbeitsverhältnis nicht mehr zuzumuten ist, kann eine vorherige Abmahnung entbehrlich sein.

Erhebung der Kündigungsschutzklage

Sind Sie der Meinung, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen eine nicht gerechtfertigte Kündigung ausgesprochen hat, sollten Sie innerhalb der Klagefrist von drei Wochen, § 4 KSchG, beim Arbeitsgericht die Kündigungsschutzklage erheben. Wenn Sie diese Frist versäumen, wird die Kündigung aus rechtlicher Sicht als von Anfang an wirksam gewertet werden, § 7 KSchG.

Durch die Erhebung der Kündigungsschutzklage zeigen Sie an, dass Sie willens sind, um den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes zu kämpfen. Sie ist aber außerdem in den meisten Fällen auch Grundlage für die Erstreitung einer Abfindungszahlung, die oftmals im Wege eines gerichtlichen Vergleichs vereinbart wird. Im Gespräch mit uns werden Sie schnell erfahren, welche Abfindungshöhe in Ihrem konkreten Fall realistisch ist.

Wie wir Ihnen helfen können

Regelmäßig

  • erstellen wir Kündigungsschutzklagen,
  • reichen diese beim zuständigen Arbeitgericht ein und
  • begleiten unsere Mandanten sodann im gesamten Kündigungsschutzprozess.

In sehr vielen Fällen konnten wir damit den Arbeitsplatz retten bzw. die Zahlung einer Abfindung erreichen. Gerne werden wir dies auch für Sie tun!

Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, haben Sie vermutlich auch einen Arbeitsrechtsschutz und genießen damit in aller Regel Deckungsschutz hinsichtlich der anfallenden Kosten in einem Kündigungsrechtsstreit.

Lesen Sie unbedingt auch unseren informativen Artikel zum Thema:

Hohe Abfindung erhalten

Abfindung und Steuer | Wie stehen Abfindung und Lohnsteuer zueinander?

Hier erfahren Sie, wie eine Abfindung versteuert wird

Erhält ein Arbeitnehmer eine Abfindung, so unterliegt diese grundsätzlich vollständig der Einkommensteuer beziehungsweise der Lohnsteuer als besonderer Einkommensteuer-Erhebungsform. Wichtig zu wissen ist aber, in welcher Höhe Abfindungen besteuert werden.

Das Berechnen und Abführen der auf die Abfindung zu zahlenden Lohsteuer fällt in die Zuständigkeit des Arbeitgebers. Dieser muss dem Arbeitnehmer deshalb bei der Zahlung einer Abfindung eine entsprechende Lohnabrechnung erstellen, aus der auch die Berechnung der anfallenden Lohnsteuer ersichtlich ist. Zudem muss der Arbeitgeber die Lohnsteuer einbehalten und an das Finanzamt abführen, das für seinen Betrieb zuständig ist. (mehr …)

Abfindung und Arbeitslosengeld | Wie stehen Abfindung und ALG I zueinander?

Erfahren Sie hier, wie sich eine Abfindung auf das Arbeitslosengeld auswirkt

Wenn Sie, als Arbeitnehmer, wegen einer Kündigung arbeitslos werden, haben Sie prinzipiell einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I, wenn bestimmte Voraussetzungen (rechtzeitige Meldung beim Arbeitsamt, Erfüllung der Anwartschaftszeit) vorliegen.

Ihrem Anspruch auf Arbeitslosengeld kann allerdings entgegenstehen, dass Sie Ihre Beschäftigung aufgegeben bzw. ohne das Vorliegen eines wichtigen Grundes gekündigt haben. Aber auch die Zahlung einer Abfindung, die sich beispielsweise einem arbeitsgerichtlichen Prozess wegen Erhebung einer Kündigungsschutzklage anschließt, kann eine nachteilige Wirkung auf Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. (mehr …)

Abmahnung vom Arbeitgeber bekommen | Was tun? | Wir helfen Ihnen

Was Sie gegen eine Abmahnung tun können

Abmahnung bekommenMit einer Abmahnung signalisiert der Arbeitgeber, dass er einen Pflichtverstoß des Arbeitnehmers als kündigungsrelevant einstuft. Eine ohne vorherige Abmahnung ausgesprochene Kündigung kann unwirksam sein. Als milderes Mittel kann der Arbeitgeber zudem vorher eine Ermahnung aussprechen.

Da die Abmahnung also im Hinblick auf eine eventuelle Kündigung weitreichende Konsequenzen auslösen kann, sollten Sie wissen was zu tun ist, wenn Ihr Arbeitgeber oder ein bevollmächtigter Vertreter Sie abmahnt. (mehr …)

Lohnpfändung als Kündigungsgrund – Geht das?

Lesen Sie hier, ob ein Arbeitnehmer wegen einer Lohnpfändung gekündigt werden kann

Kann im Falle einer Lohnpfändung die Kündigung ausgesprochen werden?

Geraten Arbeitnehmer in die Schuldenfalle, dann wird sich der Gläubiger oftmals des Mittels der Lohnpfändung bedienen, um die offen stehenden Forderungen einzutreiben. Dazu beantragt er beim zuständigen Amtsgericht den sogenannten Pfändungs- und Überweisungsbeschluss. Als Drittschuldner des Gläubigers hat der Arbeitgeber nach der förmlichen Zustellung den pfändbaren Teil des Lohnes seines Arbeitnehmers an den Gläubiger auszuzahlen.

Weil dieser Vorgang immer mit einem Mehraufwand im Arbeitgeberbetrieb verbunden ist, fürchten viele Arbeitnehmer, mit der Lohnpfändung habe der Arbeitgeber einen Kündigungsgrund erhalten. Aber ist das wirklich so? (mehr …)

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Krankenkasse vorlegen | AU einreichen

Lesen Sie hier, was Sie als Arbeitnehmer gegenüber Ihrer Krankenkasse beachten müssen

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Krankenkasse vorlegenMüssen Sie als Arbeitnehmer Ihrer Krankenkasse eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen? Was passiert, wenn Sie es nicht oder nicht rechtzeitig tun? Die Antworten – und noch viel mehr – erfahren Sie hier!

Ein Arbeitnehmer, der wegen einer Erkrankung nicht arbeiten kann, hat während der Zeit seines krankheitsbedingten Ausfalls zunächst einen Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Nach sechs Wochen endet der Lohnfortzahlungsanspruch. Ist der Arbeitnehmer immer noch krank, erhält er in der Folgezeit Krankengeld von seiner Krankenkasse.

Die vom Arzt ausgestellte Krankmeldung dient als Nachweis für die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit. (mehr …)

Sonderurlaub Hochzeit – Was gilt?

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Sonderurlaub wegen einer Hochzeit

Sonderurlaub und Hochzeit! Was hat es damit auf sich?

Arbeitnehmer, Angestellte und Beamte können nach Ansicht der Arbeitsgerichte nicht darauf verwiesen werden, für den Tag ihrer Verheiratung den Erholungsurlaub, die Wochenenden oder andere arbeitsfreie Tage nutzen zu müssen.

Obwohl die Hochzeit als Freistellungsgrund im Gesetzestext nicht erwähnt wird, gehört sie nach ständiger Rechtsprechung der Landesarbeitsgerichte und des Bundesarbeitsgerichts zu den wichtigen Gründen, die eine vorübergehende persönliche Verhinderung gemäß § 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) entschuldigen.

Am Tag ihrer Eheschließung haben Arbeitnehmer also grundsätzlich einen Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit. (mehr …)

Resturlaub bei Kündigung – Was bleibt übrig?

Lesen Sie hier Wissenswertes zum restlichen Urlaub bei einer Kündigung

Der Resturlaub, der dem Arbeitnehmer bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses zusteht, ist immer wieder ein Streitpunkt zwischen den Parteien des Arbeitsvertrages.

Zwar ist der Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) gesetzlich und damit klar geregelt, dennoch ist insbesondere die Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers ein wichtiger Faktor bei der Berechnung seines Urlaubsanspruches.

Im Hinblick auf den Resturlaub bei Kündigung ist es prinzipiell unerheblich, ob das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber oder vom Arbeitnehmer gekündigt wird.

Was passiert beispielsweise mit einem negativen Resturlaub? Magazin Arbeitsrecht beantwortet Ihnen in diesem Artikel nicht nur diese Frage, sondern informiert Sie zusätzlich auch noch detailliert zum Resturlaub bei einer Kündigung. (mehr …)

Sonderurlaub Todesfall – Was gilt?

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Sonderurlaub wegen einer Beerdigung

Sonderurlaub und Todesfall! Was hat es damit auf sich?

In bestimmten Fällen können Arbeitnehmer einen Anspruch auf Sonderurlaub geltend machen. Insbesondere Todesfälle im nahen Angehörigenkreis stellen besondere emotionale Belastungen dar, denen der Gesetzgeber durch spezielle gesetzliche Regelungen gerecht zu werden versucht hat.

Der Sonderurlaub bei einem Todesfall ist aber nicht nur durch die emotionale Stresssituation gerechtfertigt, der sich der Arbeitnehmer stellen muss, sondern auch durch die Notwendigkeit, organisatorischen Pflichten nachkommen zu müssen, wie beispielsweise der Planung und Durchführung der Beerdigung oder der Regelung von Erbschaftsangelegenheiten. (mehr …)

Sonderurlaub Umzug – Was gilt?

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Sonderurlaub wegen eines Umzuges

Sonderurlaub und Umzug! Was hat es damit auf sich?

Es ist keine Seltenheit im betrieblichen Alltag, dass Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber um Sonderurlaub bitten, weil unvorhergesehene Ereignisse anstehen, die sich nicht oder nur unter unverhältnismäßig schweren Bedingungen verschieben lassen. Dazu gehören klassischerweise wichtige familiäre Ereignisse, wie beispielsweise Hochzeiten nahestehender Verwandter oder auch Behördengänge sowie gebotene Arztbesuche.

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) spricht in seinem § 616 dem Arbeitnehmer tatsächlich einen Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit zu, wenn dieser „für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird“. Ob auch der Umzug des Arbeitnehmers davon eingeschlossen ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (mehr …)

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