Arbeitsrecht

Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft | Freistellung von Arbeitspflicht | Schwanger

Wann Sie als Schwangere ein Beschäftigungsverbot erhalten

Beschäftigungsverbot SchwangerschaftSchwanger? Beschäftigungsverbot? Immer häufiger werden Schwangere von ihrem Arzt durch ein Beschäftigungsverbot von ihrer (arbeitsrechtlich vorgesehenen) Arbeitspflicht freigestellt.

Verantwortlich ist hierfür nicht eines der generellen Beschäftigungsverbote, das beispielsweise Nachtarbeit verbietet, sondern ein individuelles Beschäftigungsverbot, das den Gesundheitszustand der Mutter einbezieht.

Ausschlaggebend für die Ausstellung eines Beschäftigungsverbots ist § 3 Abs. 1 MuSchG, der da lautet: „Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet ist.“ (mehr …)

Kündigung trotz Krankschreibung?

Viele Arbeitnehmer sind der Überzeugung, dass sie nicht gekündigt werden können, wenn sie krank sind. Aber ist eine Krankschreibung tatsächlich eine Möglichkeit, um eine Kündigung zu verhindern? Oder kann eine Kündigung trotz Krankschreibung ausgesprochen werden?

Dieser Irrglaube ist weitverbreitet: „Wenn ich krankgeschrieben bin, kann mich mein Arbeitgeber nicht kündigen.“ Leider verwechseln die Arbeitnehmer hier etwas Entscheidendes: Der Arbeitgeber kann sehr wohl eine Kündigung trotz Krankschreibung aussprechen. Es gibt kein Gesetz, das ihm dies verbieten würde. Doch wie kommt dieser Irrglaube zustande?

Kündigung wegen Krankheit

Verantwortlich für diese Falschinformation ist die Tatsache, dass eine Kündigung WEGEN einer Erkrankung meist gar nicht oder höchstens unter sehr erschwerten Bedingungen möglich ist. Ein Arbeitgeber kann seinem Mitarbeiter nicht kündigen, weil er eine einfache Grippe hat und eine Woche krankgeschrieben ist oder wenn er sich das Bein gebrochen hat und nach sechs Wochen wieder arbeitsfähig sein wird.

Die Kündigung ist allerdings möglich, wenn mehrere (schwer erfüllbare) Voraussetzungen gegeben sind. So muss eine Erkrankung unter anderem entweder sehr lange andauern oder aber eine Vielzahl einzelner Kurzzeiterkrankungen muss in mehreren aufeinander folgenden Jahren ein gewisses Mindestmaß übersteigen. Zudem muss eine negative Zukunftsprognose gegeben sein und der betriebliche Ablauf gestört werden.

Kündigung trotz Krankschreibung – Durchaus möglich

Dies beeinflusst aber nicht die Möglichkeit des Arbeitgebers, einen Arbeitnehmer trotz einer Krankschreibung zu kündigen. Voraussetzung ist hierfür nur, dass er auch hierfür einen Kündigungsgrund vorweisen kann. Wenn der Arbeitgeber Ihnen beispielsweise kündigen möchte, weil Sie mehrere Male zu spät gekommen sind oder weil Sie ihn beleidigt haben, so kann er dies jederzeit tun, auch wenn Sie nicht im Betrieb und krankgeschrieben sind.

„Krankschreibung schützt vor Kündigung nicht“

Da Ihnen der Arbeitgeber die Kündigung trotz Krankschreibung aussprechen darf, bringt es Ihnen auch nichts, sich vorsorglich krankschreiben zu lassen, wenn Sie mit der Aussprache einer Kündigung rechnen. Ganz im Gegenteil: Genau genommen liefern Sie Ihrem Arbeitgeber damit sogar einen weiteren Kündigungsgrund, ggf. sogar für eine fristlose Kündigung, da Sie durch eine Krankschreibung ohne tatsächliche Erkrankung einen Lohnfortzahlungsmissbrauch begehen.

Kündigungsschutzklage erheben | Jetzt Frist wahren | Kündigungsschutzgesetz beachten

So wehren Sie sich gegen die Kündigung

Kündigungsschutzklage erhebenKündigungsschutzklage erheben? Warum das sehr häufig sinnvoll ist, erfahren Sie hier!

Tagtäglich kommt es vor: Arbeitnehmer erhalten die Kündigung und haben das Gefühl, vom Arbeitgeber zu Unrecht gekündigt worden zu sein. Jedoch haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, sich gegen eine (unberechtigte) Kündigung zu wehren – indem sie eine Kündigungsschutzklage einreichen.

Eine Kündigungsschutzklage ist die Möglichkeit für Arbeitnehmer, gegen eine unwirksame Kündigung anzugehen. Diese Klage wird beim zuständigen Arbeitsgericht eingereicht. Es handelt sich dabei um eine so genannte Feststellungsklage. Das Arbeitsgericht soll feststellen, dass die vom Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung unwirksam ist und dass das Arbeitsverhältnis dadurch nicht beendet wurde. Falls das Gericht der Kündigungsschutzklage nachkommt, besteht das Arbeitsverhältnis fort und der Arbeitnehmer muss weiterhin beschäftigt werden. (mehr …)

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