Blitzmarathon | Wurden Sie beim Blitzmarathon geblitzt?

Lesen Sie hier, was Sie nach dem Blitzmarathon beachten müssen

Wie durch Presse und Medien bekannt ist, findet nun regelmäßig ein europaweiter Blitzmarathon statt. Was steckt dahinter? Und was tun, wenn Sie während des Blitzer-Marathons erwischt wurden?

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Der Blitzmarathon und seine Hintergründe

Diese europaweite Aktion der Geschwindigkeitskontrollen soll zur Bekämpfung der Hauptunfallursache „überhöhte Geschwindigkeit“ auf den Straßen beitragen. Vorab werden die teilnehmenden Länder/Bundesländer und die exakten Blitzstellen im Internet veröffentlich.

Bürger konnten und können für den Blitzer-Marathon besonders gefahr- oder unfallträchtige Stellen vorschlagen, an denen dann geblitzt werden sollte. Weiter haben die meisten Städte und Gemeinden ihre stationären Blitzer „scharf gemacht“. Mehr als 13.000 Polizeibeamte sind zudem mit mobilen Messgeräten ausgestattet im Einsatz.

Wie viele Personen werden erwischt?

Im Jahr 2013 wurden ca. 83.000 und im Jahr 2014 sogar 93.000 Verkehrssünder erwischt. Kontrolliert wurden insgesamt jeweils über 3 Millionen Personen. Im Jahre 2015 wurde die Dauer sogar teilweise ausgedehnt, nachdem im Jahre 2014 die Zahl der Verkehrstoten in der BRD seit langem leider wieder leicht gestiegen war.

Was sind die Rechtsfolgen?

Die Rechtsfolgen bei Geschwindigkeitsverstößen im Rahmen des Blitzer-Marathons sind natürlich genauso dieselben, wie bei sonstigen Geschwindigkeitsverstößen, die Ihnen vielleicht unterjährig passieren. Dabei erwartet Sie übrigens ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von

– 21 km/h ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg
– ab 31 km/h innerorts bzw. 41 km/h außerorts zwei Punkte und 1 Monat Fahrverbot

Sie wurden geblitzt? Einspruchsfrist nicht versäumen!

Wenn Sie also einige Wochen nach dem Blitzer-Marathon Post von der Bußgeldbehörde bekommen, gilt wie bei ganz „normalen“ Ordnungswidrigkeitenverfahren Folgendes:

Bei einem Anhörungsbogen ist zunächst keine Reaktion Ihrerseits erforderlich. Erhalten Sie aber einen Bußgeldbescheid, der Ihnen förmlich zugestellt wird, beträgt die Einspruchsfrist 2 Wochen ab der Zustellung. Werfen Sie den Umschlag, in welchem sich der Bußgeldbescheid befindet, also keinesfalls weg, da hierauf das Zustellungsdatum vermerkt ist.

Lassen Sie dann umgehend anwaltlich überprüfen, ob gegen den Bescheid vorgegangen werden soll.

Gerade in Fällen, in denen möglicherweise ein Fahrverbot droht, lohnt es sich häufig, gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen und die Bußgeldakte anzufordern. Dann können Verteidigungsansätze erarbeitet und geprüft werden, ob etwa Toleranzen korrekt berücksichtigt wurden, das Gerät richtig geeicht oder die Polizeibeamten im Umgang mit der „Blitzer“ entsprechend geschult waren. Eventuell kann auch ein Härtefallantrag sinnvoll sein, um die Behörde dazu zu bewegen, bei angemessener Erhöhung des Bußgeldes von der Verhängung eines Fahrverbotes abzusehen.

Sofern Sie über eine (Verkehrs-)Rechtsschutzversicherung verfügen, übernimmt diese normalerweise die anfallenden Kosten. Kontaktieren Sie uns einfach!

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