Erbrecht

Erbunwürdigkeit | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Erbunwürdigkeit

Das Gesetz sieht vor, dass Erben bei bestimmten Verfehlungen gegenüber einem bestimmten Erblasser nicht würdig sein sollen, eine Erbschaft zu erhalten.

Es zählt in § 2339 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) die Gründe für eine Erbunwürdigkeit abschließend auf. Hierbei wird nicht differenziert zwischen gesetzlicher und gewillkürter Erbfolge oder zwischen pflichtteilsberechtigen und anderen Erben und auch nicht zwischen schweren und leichteren Formen der Begehung.

Lesen Sie nun im Folgenden alles Wichtige und Wissenswerte zur Erbunwürdigkeit! (mehr …)

Erbauseinandersetzung | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Erbauseinandersetzung

Da die Erbengemeinschaft auf Auseinandersetzung angelegt ist, kann jeder Miterbe unabhängig von der Größe seines Erbteils grundsätzlich nach § 2042 Absatz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) jederzeit die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft verlangen.

Der Auseinandersetzungsanspruch unterliegt nicht der Verjährung. Es ist jedoch eine Verwirkung des Auseinandersetzungsanspruchs denkbar.

Lesen Sie nun hier, wie und auf welche Arten eine Erbauseinandersetzung stattfinden kann. (mehr …)

Ausschlagung einer Erbschaft | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Ausschlagung einer Erbschaft

Die Ausschlagung einer Erbschaft kann existenziell wichtig sein. Warum?

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) geht in § 1922 I vom Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge des Alleinerben oder der Miterben aus. Mit dem Erbfall gehen alle Rechte und Pflichten des Erblassers von selbst durch das Gesetz auf den oder die Rechtsnachfolger über.

Eine Annahme der Erbschaft ist nicht erforderlich. Durch diese Regelung ist bei jedem Erbfall sichergestellt, dass ein Rechtsnachfolger vorhanden ist und die Rechtsnachfolge eintritt. Im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen kennt das deutsche Erbrecht keine „Beendigung“ der Rechte durch den Tod einer Person, sondern sieht den Rechtsübergang ipso iure, also von Rechts wegen vor. (mehr …)

Erbschein | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Erbschein

Was ist das, ein Erbschein? Der Erbschein ist ein Zeugnis über die erbrechtlichen Verhältnisse, siehe § 2353 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Er bezeugt zum Zeitpunkt des Erbfalls:

  • die Gesamtrechtsnachfolge
  • die Erbquote
  • das Bestehen von Beschränkungen, wie zum Beispiel Testamentsvollstreckung
  • das Bestehen einer Nacherbschaft

Lesen Sie nun im Folgenden alles weiterhin Wissenswerte über den „Erbausweis“. (mehr …)

Testamentsvollstreckerzeugnis | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Testamentsvollstreckerzeugnis

Durch letztwillige Verfügung kann der Erblasser die Abwicklung des Erbfalls regeln. Da der Erblasser nach seinem Tod jedoch nicht mehr für die ordnungsgemäße Abwicklung seiner Anordnungen sorgen kann, sieht das BGB in den §§ 2197 -2228 BGB die Möglichkeit vor, einen Testamentsvollstrecker zu bestimmen, der dies übernimmt.

Die Anordnung der Testamentsvollstreckung und Ernennung eines Testamentsvollstreckers erfolgt durch Testament oder durch Erbvertrag. Der Erblasser kann eine oder mehrere Personen zum Testamentsvollstrecker ernennen. Er kann die Auswahl des Testamentsvollstreckers jedoch auch einem Dritten oder dem Nachlassgericht übertragen.

Der vom Erblasser ernannte Testamentsvollstrecker ist nicht verpflichtet, das Amt anzunehmen. Das Amt des Testamentsvollstreckers beginnt gemäß § 2202 I BGB mit dem Zeitpunkt, in dem der Ernannte das Amt annimmt. Die Annahme des Amtes als Testamentsvollstrecker ist gegenüber dem Nachlassgericht zu erklären. Für die Annahmeerklärung ist keine bestimmte Form vorgeschrieben. (mehr …)

Nachlass | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Nachlass

Die Erbschaft ist die Gesamtheit des Vermögens der verstorbenen Person, des Erblassers. Neben sämtlichen Aktiva gehören zur Erbschaft auch Passiva, die sog. Nachlassverbindlichkeiten. Für die Erbschaft wird im Gesetz, z. B. in § 2311 BGB auch der Begriff „Nachlass“ verwendet.

Das deutsche Erbrecht geht in § 1922 BGB von der sog. Gesamtrechtsnachfolge (auch Universalsukzession) aus. Hiernach fällt die Erbschaft in seiner Gesamtheit, d. h. sämtliche Aktiva und Passiva an den oder die Erben. Es ist damit auch möglich, dass der Erblasser dem/ den Erben nur Schulden oder zumindest einen überschuldeten Nachlass hinterlässt.

Auf den/ die Erben geht nicht nur das Eigentum an den Nachlassgegenständen, sondern gem. § 857 BGB auch der Besitz über. (mehr …)

Nachlassgericht | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Nachlassgericht

Mit dem Nachlassgericht kann jeder rechtschaffene Bürger in Berührung kommen, wenn er von einem Verwandten oder Bekannten in dessen Testament als Erbe eingesetzt oder unter Umständen sogar enterbt wurde und der Erblasser verstorben ist.

Eine andere Möglichkeit, Erbe zu werden, sieht das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) vor. Die dort beschriebene gesetzliche Erbfolge tritt ein, wenn der Erblasser keine letztwillige Verfügung getroffen hat, oder, wenn sein Testament aus formalen oder inhaltlichen Gründen unwirksam ist. Gesetzliche Erben werden zunächst Ehepartner und leibliche oder adoptierte Kinder, dann Eltern, Geschwister beziehungsweise deren Nachkommen.

Wer aus einem der beschriebenen Gründe Erbe geworden ist, für den wird das Nachlassgericht zu einer wichtigen Adresse. Lesen Sie nun hier, warum das so ist! (mehr …)

Vorausvermächtnis | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Vorausvermächtnis

Dem Erbrecht liegt in § 1922 BGB der Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge zugrunde, d. h. der Erbe übernimmt als unmittelbarer Rechtsnachfolger des Erblassers sämtliche Rechte und Pflichten des Erblassers. Ausgenommen hiervon sind lediglich die höchstpersönlichen Rechtsverhältnisse des Erblassers. Eine Einzelrechtsnachfolge bezüglich nur bestimmter Rechte des Nachlasses, z. B. das Eigentum an einer bestimmten Immobilie, kennt das deutsche Erbrecht nicht.
Will der Erblasser einem Erben einen bestimmten Vermögensvorteil, z. B. einen bestimmten Nachlassgegenstand oder ein Recht zukommen lassen, steht ihm hierfür entweder
– das Vorausvermächtnis oder
– die Teilungsanordnung
als Gestaltungsmittel zur Verfügung.
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Patientenverfügung | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung legt der Verfügende fest, welche pflegerischen und medizinischen Untersuchungen, Eingriffe und Behandlungen unterlassen oder durchgeführt werden sollen, nachdem er selbst körperlich oder geistig nicht mehr in der Lage ist, dieses selbst zu bestimmen. Nicht geregelt wird mit einer Patientenverfügung jedoch, dass andere Personen diese Entscheidungen im Namen des Verfügenden treffen dürfen. (mehr …)

Vorsorgevollmacht | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier alles Wissenswerte zur Vorsorgevollmacht

„Der kluge Mann baut vor“, riet in Friedrich Schillers Drama „Wilhelm Tell“ die Großbäuerin Gertrud Stauffacher ihrem Mann. Besonders deutlich wird dies bei der Betrachtung der Thematik der rechtlichen Betreuung.

Sie glauben, hoffentlich zurecht, dass sich Ihre lieben Verwandten um Sie kümmern werden. Doch ist dies nicht explizit vom Gesetzgeber vorgesehen. Gemäß § 1896 BGB bestellt das zuständige Gericht einen Betreuer, falls jemand seine Angelegenheiten aufgrund einer seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderung beziehungsweise psychischen Erkrankung ganz oder teilweise nicht selbst erledigen kann.

Dieser Betreuer kann und sollte natürlich aus dem persönlichen Umfeld des zu Betreuenden stammen, eine Garantie gibt es dafür hingegen nicht. Deshalb sollte sich ein jeder schon frühzeitig Gedanken über eine Vorsorgevollmacht machen. (mehr …)

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