Erbrecht

Vermächtnis | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Vermächtnis

Das Vermächtnis ist die Zuwendung eines Vermögensvorteils von Todes wegen, die weder Erbeinsetzung noch Auflage ist, vgl. §§ 1939, 2147 ff. BGB. Das Vermächtnis ist die Zuwendung eines Einzelgegenstandes, §§ 2147 ff. BGB. Die rechtliche Ausgestaltung des Vermächtnisses als schuldrechtlicher und einklagbarer Anspruch gegen den Nachlass folgt auch aus § 1922 BGB, der die unmittelbare Einzelrechtsnachfolge z.B. in konkrete Gegenstände grundsätzlich ausschließt.

Das Vermächtnis kann auf einer Verfügung von Todes wegen beruhen, die der Erblasser durch Testament oder Erbvertrag getroffen hat oder auf einer gesetzlichen Anordnung. (mehr …)

Teilungsanordnung | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Teilungsanordnung

Der Erblasser hat verschiedene Möglichkeiten, in seiner Verfügung von Todes wegen auf die Erbauseinandersetzung Einfluss zu nehmen. Ein Instrument hierfür ist die Teilungsanordnung.

Die Teilungsanordnung ist in § 2048 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geregelt. Mit ihr kann der Erblasser den Erben Vorgaben für die Auseinandersetzung seines Nachlasses machen. In Betracht kommen Vorgaben

  • zum Verfahren der Auseinandersetzung
  • zum Inhalt der Auseinandersetzung
  • zur Verwaltung des Nachlasses

Durch eine Teilungsanordnung kann der Erblasser zum Beispiel regeln, dass ein Miterbe bestimmte Nachlassgegenstände erhalten soll. (mehr …)

Ersatzerbschaft | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Ersatzerbschaft

Eine Ersatzerbschaft oder Ersatzerbfolge – was ist das? Wann tritt diese besondere Erbfolge ein? Lesen Sie nun hier weiter, wenn Sie mehr über die Ersatzerbschaft erfahren wollen.

Bestimmt der Erblasser keinen Erben durch letztwillige Verfügung (Testament, gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag), wird der Erbe durch das Gesetz bestimmt. Es tritt gesetzliche Erbfolge ein. Setzt der Erblasser hingegen den oder die Erben durch eine Verfügung von Todes wegen ein, spricht man von der gewillkürten Erbfolge.

Ein gesetzlicher oder gewillkürter Erbe kann jedoch vor oder nach dem Erbfall wegfallen. In diesen Fällen ist zu fragen, wer die Erbschaft anstelle des weggefallenen Erben erhält. (mehr …)

Erbvertrag | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Erbvertrag

Dem Erblasser steht neben dem Testament und dem gemeinschaftlichen Testament der Erbvertrag als dritte Möglichkeit zur Regelung seiner Vermögensnachfolge von Todes wegen zur Verfügung.

Der Erbvertrag ist ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, durch den wenigstens eine Vertragspartei als Erblasser vertragsmäßig bindend eine Erbeinsetzung, ein Vermächtnis oder eine Auflage anordnen kann. Andere Verfügungen, wie zum Beispiel die Anordnung einer Testamentsvollstreckung, können nicht vertragsmäßig, sondern lediglich einseitig getroffen werden.

Durch einen Erbvertrag können also auch mit einem Dritten die erbrechtlichen Verhältnisse vertraglich festgelegt werden. In einem Erbvertrag können dieselben Verfügungen wie in einem Testament getroffen werden. (mehr …)

Pflichtteilsstrafklausel | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Pflichtteilsstrafklausel

Eine Pflichtteilsstrafklausel findet oftmals im Berliner Testament bzw. im gemeinschaftlichen Testament von Ehegatten Anwendung.

Die Pflichtteilsstrafklausel wird vom Erblasser bzw. „Erblasser-Ehepaar“ in das Testament eingefügt, um zu verhindern, dass eines der Kinder beim Tod des ersten Elternteils, seinen Pflichtteil vom Nachlass einfordert und damit den überlebenden Ehegatten in (finanzielle) Schwierigkeiten bringt. Auch wenn das (finanzielle) Interesse der Kinder nachvollziehbar sein kann, birgt eine solche Forderung oft erhebliche Zahlungsschwierigkeiten für den zweiten Elternteil; es kann sogar dafür sorgen, dass der zweite Elternteil eine Immobilie verkaufen muss, um den Pflichtteilsanspruch des Kindes bedienen zu können.

So sinnvoll eine Pflichtteilsstrafklausel sein mag, eine Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs durch ein Kind zu verhindern, ist durch die Pflichtteilsstrafklausel nicht zu 100 Prozent gewährleistet. (mehr …)

Berliner Testament | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Berliner Testament

Das Berliner Testament ist eine spezielle Form des gemeinschaftlichen Testaments. Die Herkunft der Bezeichnung geht wohl auf die sogenannte Berliner Praxis zurück, die bereits in Verbindung mit dem preußischen Recht galt.

Für das Berliner Testament gelten die üblichen Formvorschriften für Testamente nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (komplett handschriftlich erstellt oder notariell beglaubigt).

Lesen Sie nun hier alle weiteren und wichtigen Informationen zum Berliner Testament, welches eine besondere Form einer letztwilligen Verfügung darstellt! (mehr …)

Gemeinschaftliches Testament | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum gemeinschaftlichen Testament

Ein gemeinschaftliches Testament ist die Zusammenfassung von gemeinschaftlich getroffenen Verfügungen in einem Testament. In einem gemeinschaftlichen Testament können alle Verfügungen getroffen werden, die auch in einem Einzeltestament getroffen werden können.

Die Besonderheit des gemeinsam errichteten Testaments liegt allerdings darin, dass gewisse Verfügungen wechselbezüglich und demgemäß mit einer gewissen Bindungswirkung getroffen werden können. Dennoch enthält das gemeinschaftliche Testament kein vertragliches Element im engeren Sinne. Die Verfügungen sind einseitig und deshalb auch – wenngleich eingeschränkt – widerrufbar.

Lesen Sie nun hier alle weiteren und wichtigen Informationen zum gemeinschaftlichen Testament – als spezielle Art einer letztwilligen Verfügung! (mehr …)

Ehegattenerbrecht | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Ehegattenerbrecht

Der Ehegatte gehört zum Kreis der gesetzlichen Erben. Der Erblasser kann seinen Ehegatten durch letztwillige Verfügung, also durch Testament oder Erbvertrag, zum Erben einsetzen. Durch ein gemeinschaftliches Testament haben Eheleute auch die Möglichkeit, sich gegenseitig zu Erben einzusetzen. Bestimmt der Ehegatte die Erbfolge nicht durch letztwillige Verfügung, steht dem Ehegatten ggf. ein gesetzliches Erbrecht zu.

Am 01.08.2001 ist das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Kraft getreten. Dadurch wird die gleichgeschlechtliche Partnerschaft im Wesentlichen der Ehe gleichgestellt. Dies gilt auch für das Erbrecht. Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts bestehen auf dem Gebiet des materiellen Erbrechts keine Unterschiede mehr zwischen der Ehe und der eingetragenen Lebenspartnerschaft, so dass die nachfolgenden Ausführungen auch für das gesetzliche Erbrecht des eingetragenen Lebenspartners gelten.

Das gesetzliche Erbrecht des Ehegatten ist in den §§ 1931 ff. BGB geregelt. § 10 LPartG regelt das gesetzliche Erbrecht des eingetragenen Lebenspartners. (mehr …)

Gewillkürte Erbfolge | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur gewillkürten Erbfolge

Es gibt im deutschen Erbrecht zwei Arten von Erbfolgen: die gesetzliche und die gewillkürte.

Die gesetzliche Erbfolge greift immer dann, wenn keine gewillkürte Erbfolge vorliegt und ist detailliert im Gesetz, dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), geregelt. In diesem Artikel ist die gewillkürte Erbfolge maßgeblich, welche auf dem freien Willen des Erblassers basiert.

Als gewillkürte Erbfolge bezeichnet man also die Bestimmung des oder der Erben durch den Erblasser. Diese Bestimmung muss durch eine formgültige letztwillige Verfügung, also ein Testament oder einen Erbvertrag, erfolgen. (mehr …)

Gesetzliche Erbfolge | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur gesetzlichen Erbfolge

Die gesetzliche Erbfolge ist in den §§ 1924 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geregelt. Lesen Sie nun im Folgenden unter anderem, wann diese gilt, wer gesetzlicher Erbe werden kann und wie sich die gesetzlichen Erbquoten darstellen. (mehr …)

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