Günstigen Aufhebungsvertrag aushandeln

Sie möchten einen Aufhebungsvertrag schließen? Sichern Sie sich richtig ab!

Der Aufhebungsvertrag wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geschlossen, um das Arbeitsverhältnis zu beenden und die Begleitumstände zu regeln. Anders als ein Abwicklungsvertrag, ist ein Aufhebungsvertrag also in erster Linie darauf gerichtet, das Arbeitsverhältnis – ohne vorherige Kündigung – zu beenden.

Da die Einzelheiten einvernehmlich geregelt werden, sollten Sie als Arbeitnehmer darauf achten, dass in den Aufhebungsvertrag alle für Sie wichtigen Regelungsinhalte aufgenommen werden.

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Abfindungshöhe ist wichtig für Sie

Das Interesse des Arbeitgebers, einen Aufhebungsvertrag mit Ihnen als Arbeitnehmer zu schließen, gründet häufig auf folgenden Punkten:

  • Keine Kündigung notwendig
  • Kein Kündigungsschutzprozess droht
  • Eingesparte Zeit
  • Eingesparte Kosten (Lohnkosten, Lohnnebenkosten, Abgaben)
  • Planungssicherheit

Im Gegenzug wird sich der Arbeitgeber dazu bereit erklären, Sie für den Verlust Ihres Arbeitsplatzes finanziell zu entschädigen. Dabei ist es für Sie natürlich besonders wichtig, In diesem Zusammenhang sollten Sie unbedingt auf die angemessene Höhe der zu zahlenden Abfindung achten.

Nach § 1 a Abs. 2 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) berechnet sich der Abfindungsanspruch bei einer betriebsbedingten Kündigung nach der Formel:

„0,5-Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses“

Diese gesetzliche Berechnungsformel sollten Sie, auch wenn es sich in Ihrem Fall nicht um eine betriebsbedingte Kündigung handelt, als Grundlage und Mindestvorlage berücksichtigen. Runden Sie angefangene Jahre der Betriebszugehörigkeit nach Möglichkeit auf ein volles Jahr auf.

Weitere Regelungsinhalte des Aufhebungsvertrages

Neben einer angemessenen Abfindung sollten Sie auch anderen Regelungsinhalten Beachtung schenken und darauf drängen, dass diese in schriftlicher Form in den Aufhebungsvertrag aufgenommen werden. Dazu zählen beispielsweise noch ausstehende Ansprüche, die Sie zumindest anteilig beanspruchen können.

In diesem Zusammenhang sind beispielsweise die Urlaubsabgeltung, aber auch Zahlungsansprüche wie Provisionen, Umsatzbeteiligungen, Zielvereinbarungsprämien und sonstige Gratifikationen zu nennen.

Versäumen Sie es außerdem nicht, sich mit Ihrem Arbeitgeber über das Arbeitszeugnis zu verständigen. Ihr Arbeitszeugnis kann für Ihr berufliches Fortkommen und damit Ihre Existenz von elementarer Bedeutung sein. Vereinbaren Sie hinsichtlich des Arbeitszeugnisses

  • bestenfalls dessen Inhalt,
  • mindestens aber die Gesamtnote.

Wenn Sie bis zum Ablauf der für Sie geltenden Kündigungsfrist freigestellt werden wollen, dann sollten Sie ebenfalls an eine entsprechende und durchaus übliche Regelung im Aufhebungsvertrag denken.

Anwaltliche Beratung bei der Verhandlung?

Die Verhandlung über den Aufhebungsvertrag können Sie selbstverständlich ohne anwaltliche Hilfe durchführen, auch wenn es zu beachten gilt, dass anwaltliche Beratung grundsätzlich empfehlenswert ist. Insbesondere vor dem eigentlichen Verhandlungsbeginn empfiehlt sich eine anwaltliche Konsultation, um zumindest einen Überblick darüber zu erhalten, welche Regelungsmaterien wichtig werden könnten.

Wir stehen Ihnen mit unserer jahrelangen Erfahrung im Zusammenhang mit Aufhebungsverträgen gerne zur Verfügung!

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