Ladung sichern | Wichtige Antworten zur Ladungssicherung

Lesen Sie hier alles Wissenswerte zur Ladungssicherung

Die Ladung sichern ist wichtig – deswegen ahnden der Gesetzgeber und die Behörden einen Verstoß.

Nicht nur zur Reisezeit, in welcher Koffer, Gepäck und sonstige Reiseutensilien munter im Kofferraum verstaut werden, sondern auch beim Transport von großen, schweren und sperrigen Gütern, zum Beispiel beim Einkauf in Möbelhäusern oder Baustoffen aus dem Baumarkt, ist auf die richtige Ladungssicherung zu achten.

Im Falle eines abrupten Bremsens, in engen Kurven oder bei einem Unfall kann schlecht oder gar nicht gesicherte Ladung für Insassen eines Fahrzeugs tödliche Folgen haben. Mit erschreckenden Crash-Dummy-Tests wird deutlich, dass selbst einfache Sonnenschirme oder Bretter zu Geschossen werden. Erst recht gefährlich wird es insbesondere bei LKWs, in denen tonnenschwere Ladung unzureichend gesichert wurde.

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Rechtsgrundlage zur Ladungssicherung

§ 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt vor, dass die Ladung so zu verstauen und zu sichern ist, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, rollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann. Fahrer müssen dabei anerkannte Regeln der Technik (vor allem die VDI 2700 „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ und Europanorm EN 12195 Teil 1) beachten. Diese Vorschriften gelten uneingeschränkt auch für private Transporte im PKW, Autoanhänger oder gemieteten LKW, also nicht nur im gewerblichen Transport.

Verantwortlichkeit für ungesicherte Ladung

Die richtige Ladungssicherung muss vom Fahrer, Halter und auch einem sogenannten Verlader berücksichtigt und strikt kontrolliert werden. Als Verlader benannte bereits das Oberlandesgericht Stuttgart in seinem Beschluss vom 27.12.1982 auch den „Leiter der Ladearbeiten“, der im Falle eines Falles haften muss.

Welche Formen einer gesicherten Ladung gibt es?

Es werden dabei grundsätzlich zwei Formen der Ladungssicherung unterschieden:

Formschlüssige Ladungssicherung

Darunter versteht man die Ladungssicherung, bei der die Ladung entweder durch ein bündiges, lückenloses Verladen, Zurrgurte und/oder Kopf- beziehungsweise Buchtlaschung gesichert wird. Eventuell verbleibende Leerräume müssen durch Füllmaterialien geschlossen werden.

Kraftschlüssige Ladungssicherung

Bei dieser Sicherungsart wird die Fixierung von Gütern durch Niederzurren erreicht, indem man die Ladung auf die Ladefläche presst. Die Reibungskraft wird somit erhöht, was wiederum ein Verrutschen der Ladung verhindert. Durch „Antirutsch- beziehungsweise Haftmatten“ kann dabei der Effekt noch verstärkt werden.

Ladung sichern – Ahndung von Verstößen

Im Rahmen von Kontrollen kann fehlende oder nicht korrekte Ladungssicherung als Ordnungswidrigkeit geahndet werden und dabei auch (bei Gefährdung oder Beschädigung) sogar einen Punkteeintrag in Flensburg mit sich bringen.

Kommt es wegen der ungesicherten Ladung zu einem Unfall, kann im Einzelfall auch fahrlässige Körperverletzung oder fahrlässige Tötung angenommen werden, wenn ungesicherte Ladung Menschen verletzt oder tötet. Dabei kann jeder zur Verantwortung gezogen werden, der beim „Sichern der Ladung“ mitgewirkt hat!

Verlust des Kaskoschutzes kann drohen

Wer Ladung nicht oder unzureichend sichert, riskiert zudem den Schutz seiner Vollkaskoversicherung. Laut dem Oberlandesgericht Saarbrücken (Az.: 5 U 395/09) ist eine Kürzung von 25 Prozent der Versicherungsleistung rechtens, wenn die Ladung beschädigt wird und nur unzureichend befestigt war.

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