Privatinsolvenz anmelden! Wie geht das? Wie Verbraucherinsolvenz beantragen?

Lesen Sie hier, wie Sie der Schuldenfalle wieder entkommen können

Hohe Verschuldung, Kontenpfändungen und eine Vorladung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung sind die unangenehmen Folgen, die sich ergeben können, wenn die eigene Lebensplanung durch unerwartete Störungen durcheinandergewirbelt wird. Wenn die Raten für einen Hauskredit nicht mehr bedient werden können, weil der Arbeitsplatz gekündigt wurde oder wenn Miete und Nebenkosten für die große Wohnung in schöner Lage durch Umlagen für energetische Sanierung in unvorhergesehene Höhen steigen, wird die Finanzplanung für viele Haushalte zum Desaster.

Zu einer Überschuldung kann es aber auch kommen, wenn die Ehe zerbricht und der Partner hohe Ausgleichsforderungen stellt oder wenn Sie sich durch „Finanzexperten“ zu risikoreichen, sich nachteilig entwickelnden Geldanlagen in vermietetes Wohneigentum oder ähnliche Risikogeschäfte drängen ließen.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist in einem solchen Fall für einen Verbraucher oftmals die allerletzte Möglichkeit, durch die Restschuldbefreiung noch einmal eine Chance für einen neuen Beginn zu bekommen. Lesen Sie nun hier, wie Sie erfolgreich eine Privatinsolvenz anmelden können!

Ihr erster Schritt aus der Schuldenfalle

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Privatinsolvenz anmelden – Geht nur mit außergerichtlicher Schuldenbereinigung

Außergerichtliche Schuldenbereinigung nötigGrundsätzlich wird der Antrag auf Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens beim zuständigen Insolvenzgericht gestellt. Die Posteingangsstelle oder die Rechtsantragsstelle des Insolvenzgerichts sind allerdings nicht die ersten Anlaufstellen für Sie, wenn Sie ein Privatinsolvenzverfahren in Angriff nehmen wollen. Es ist nicht nur sinnvoll, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben, sich bei der Vorbereitung des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens fachkundig helfen lassen zu müssen.

Bevor der erste Kontakt mit dem Insolvenzgericht stattfinden kann, sieht die Insolvenzordnung (InsO) die Durchführung eines außergerichtlichen Einigungsversuches mit allen Gläubigern vor. Kommt es zur Einigung, ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht mehr erforderlich. Scheitert der Einigungsversuch jedoch, muss dieses Scheitern durch die Unterschrift einer „geeigneten Person oder Stelle“ bestätigt werden. Durch diese Regelung wird die Ernsthaftigkeit des Einigungsversuches sichergestellt.

Fachkundige Hilfe kann dabei sowohl von einer öffentlichen Schuldnerberatungsstelle als auch von einem Rechtsanwalt oder Steuerberater geleistet werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Schuldnerberatungsstellen häufig stark arbeitsüberlastet sind, bietet es sich häufig an, einen Anwalt zu beauftragen. Bei uns können Sie den außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch unter Vorlage eines Beratungshilfescheines und einer Zuzahlung von 15 Euro durchführen lassen. Zeitnahe Termine und eine sehr zügige Bearbeitung sind Ihnen bei uns gewährleistet.

Anforderungen an den Insolvenzantrag

Unterlagen InsolvenzantragWas passiert bei einer Privatinsolvenz? Scheitert der außergerichtliche Einigungsversuch trotz anwaltlicher Bemühungen, dann ist das Einreichen des Antrages beim zuständigen Insolvenzgericht der nächste Schritt. Nicht jedes Amtsgericht verfügt über eine Insolvenzabteilung. Ihr Rechtsanwalt oder das örtliche Gerichtsverzeichnis helfen Ihnen dabei, das für Ihren Wohnort zuständige Insolvenzgericht herauszufinden.

Mit dem Antrag auf Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens müssen verschiedene Unterlagen eingereicht werden. Dazu gehört

  • eine geordnete, aktuelle Vermögensaufstellung,
  • ein fachmännisch ausgearbeiteter Schuldenbereinigungsplan und
  • die Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsverfahrens.

Darüber hinaus sollte der Antrag auf Restschuldbefreiung und gegebenenfalls eine Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten gestellt werden. Das Insolvenzgericht prüft zunächst anhand der Unterlagen die Zulässigkeit des Antrages, bevor ein erneuter Einigungsversuch mit den Gläubigern, denen nun der Schuldenbereinigungsplan vom Gericht zugestellt wird, unternommen wird. Scheitert auch dieser Einigungsversuch, eröffnet der Insolvenzrichter das Verbraucherinsolvenzverfahren. Vom Zeitpunkt des Eröffnungsbeschlusses an beginnt die Wohlverhaltensphase.

Wohlverhaltensphase und Ihre Verkürzungsmöglichkeiten

Um in den Genuss der abschließenden Restschuldbefreiung zu kommen, müssen Sie nun für einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren alle Einkünfte, die den Ihnen zustehenden Selbstbehalt übersteigen, an den vom Gericht eingesetzten Treuhänder abführen.

Bei regelmäßigen Einkünften, wie Arbeitsentgelt oder Rentenzahlungen verfügt der Treuhänder eine Abtretung, kraft derer die Zahlungen automatisch auf sein dafür eingerichtetes Konto geleistet werden. Der Treuhänder, dessen rechtliche Stellung im Verfahren der eines in seinen Befugnissen eingeschränkten Insolvenzverwalters entspricht, ist für die Verteilung der Insolvenzmasse an die Gläubiger verantwortlich.

Privatinsolvenz erfolgreich angemeldetIhre Obliegenheiten bestehen in dieser Phase des Verfahrens darin, den Treuhänder über jede Veränderung Ihrer Einnahmen oder persönlichen Situation unverzüglich informieren zu müssen. Das gilt auch dann, wenn Sie durch Erbschaft oder auf andere Weise zusätzliches, unerwartetes Vermögen erwerben.

Sollten Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse so stabil sein, dass Sie in der Lage wären, innerhalb von drei Jahren die vollständigen Verfahrenskosten und darüber hinaus 35 Prozent der gesamten Schulden und Nebenkosten auszugleichen, könnten Sie nach aktueller Gesetzeslage beantragen, die Wohlverhaltensphase auf drei Jahre abzukürzen.

Eine Privatinsolvenz kann auch sonst verkürzt werden. Ihre Möglichkeiten erläutern wir Ihnen gerne!

Verbraucherinsolvenz beantragen – Wie? Mit uns!

Ihnen ist nun bewusst, dass eine Privatinsolvenz an sich leicht angemeldet werden kann, dass dafür aber eine geeignete Stelle beziehungsweise Person hinzugezogen werden muss. Wir als Rechtsanwälte erfüllen diese gesetzliche Voraussetzung und stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Sie dürfen bei uns auf eine jahrelange Erfahrung im Umgang mit insolvenzrechtlichen Angelegenheiten bauen. Zudem sind wir deutschlandweit für Sie tätig. Mit der Thematik „Privatinsolvenz anmelden – Wie geht das?“ sind wir jedenfalls bestens vertraut!

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