Erbrecht

Abschichtung | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Abschichtung

Wird der Erblasser entweder durch gesetzliche Erbfolge oder durch gewillkürte Erbfolge von mehreren Personen beerbt, so geht der Nachlass als Ganzes auf die Erben über und wird gesamthänderisch gebundenes Vermögen.

Mit dem Erbfall entsteht kraft Gesetzes eine Erbengemeinschaft, an der jeder Miterbe unabhängig von seinem Willen beteiligt ist. Die auf Auseinandersetzung angelegte Erbengemeinschaft dient der Abwicklung des Nachlasses.

Die Abschichtung ist nun eine Möglichkeit, die Erbengemeinschaft auseinanderzusetzen. (mehr …)

Ausgleichung besonderer Leistungen | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Ausgleichung besonderer Leistungen

Bei der Auseinandersetzung des Nachlasses können gegebenenfalls die Vorschriften der Ausgleichung zu berücksichtigen sein. Neben der Ausgleichung unentgeltlicher Leistungen eines Abkömmlings zu Lebzeiten des Erblassers, kommt gemäß § 2057a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) eine Ausgleichung in Betracht, wenn ein Abkömmling zu Lebzeiten des Erblassers während längerer Zeit durch Leistungen in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde. (mehr …)

Ausgleichung lebzeitiger Zuwendungen | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Ausgleichung von lebzeitigen Zuwendungen

Ist der Erbfall eingetreten und gehören zur Erbengemeinschaft Abkömmlinge des Erblassers, sind bei der Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft gegebenenfalls die Vorschriften der Ausgleichung zu berücksichtigen. Gemäß den §§ 2050 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) kommt eine Ausgleichung lebzeitiger Zuwendungen des Erblassers an Abkömmlinge in Betracht. (mehr …)

Nachlasspflegschaft | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Nachlasspflegschaft

Eine Nachlasspflegschaft, was ist das denn? Lesen Sie in diesem informativen Artikel alles Wichtige zu dieser erbrechtlichen Thematik.

Das Gesetz kennt im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) drei Arten der Nachlasspflegschaft:

  1. Gewöhnliche Nachlasspflegschaft (§ 1960 BGB)
  2. Nachlasspflegschaft auf Antrag (§ 1961 BGB)
  3. Nachlassverwaltung (§ 1975 BGB)

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Anfechtung einer letztwilligen Verfügung | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes Anfechtung einer letztwilligen Verfügung

Eine letztwillige Verfügung kann unter bestimmten Voraussetzungen angefochten werden.

Stimmt beispielsweise im Zeitpunkt der Errichtung der letztwilligen Verfügung die Erklärung des Erblassers in der letztwilligen Verfügung nicht mit seinem wirklichen Willen und seinen Beweggründen überein, kann die letztwillige Verfügung wegen Irrtums angefochten werden.

Voraussetzung für eine wirksame Anfechtung ist eine Diskrepanz zwischen der Erklärung des Erblassers und seinem tatsächlichen Willen. (mehr …)

Erbenhaftung | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Erbenhaftung

Die Erbenhaftung ist ein erbrechtliches Minenfeld!

Das deutsche Erbrecht geht in § 1922 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) von der sogenannten Gesamtrechtsnachfolge (auch Universalsukzession) aus. Dies bedeutet, dass das Vermögen als Ganzes, das heißt sämtliches positives Vermögen, aber auch negatives Vermögen, auf den oder die Erben übergeht.

Während manche Schulden des Erblassers, wie zum Beispiel die Verpflichtung zum Kindesunterhalt, mit dem Tod des Erblassers erlöschen, gehen die Nachlassverbindlichkeiten gemäß § 1967 BGB auf den oder die Erben über. (mehr …)

Nachlassverwaltung | Rechtslexikon zum Erbrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zur Nachlassverwaltung

Kraft der im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelten Universalsukzession (§ 1922) gehen auch die Verbindlichkeiten des Erblassers auf den Erben über. Ausgenommen hiervon sind die Verbindlichkeiten des Erblassers, die mit dessen Tod erlöschen, wie zum Beispiel die Verpflichtung zur Zahlung von Kindesunterhalt gemäß § 1615 BGB.

Gemäß § 1967 BGB haftet der Erbe für die Nachlassverbindlichkeiten grundsätzlich unbeschränkt, das heißt auch mit seinem Eigenvermögen. Das Gesetz sieht für den Erben folgende Möglichkeiten vor, seine Haftung auf den Nachlass zu beschränken:

  1. Durchführung eines Nachlassinsolvenzverfahrens; §§ 1975, 1980 BGB in Verbindung mit den §§ 315 ff. Insolvenzordnung (InsO)
  2. Durchführung der Nachlassverwaltung; §§ 1975, 1981 BGB
  3. Dürftigkeitseinrede; § 1990 BGB

Nimmt der Erbe eine dieser Möglichkeiten in Anspruch, muss der Nachlass zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden. Darüber hinaus haftet der Erbe nicht mehr mit seinem Eigenvermögen. (mehr …)

Nachlassinsolvenz | Rechtslexikon zum Erbrecht

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Gemäß § 1967 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) haftet der Erbe für die Nachlassverbindlichkeiten grundsätzlich unbeschränkt, das heißt auch mit seinem Eigenvermögen.

Neben der Nachlassverwaltung (§§ 1975, 1981 BGB) und der Dürftigkeitseinrede (§ 1990 BGB) ist die Nachlassinsolvenz die dritte im Gesetz vorgesehene Möglichkeit des Erben, seine Haftung für Nachlassverbindlichkeiten auf den Nachlass zu beschränken. (mehr …)

Ergänzungspflichtteil | Rechtslexikon zum Erbrecht

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Nimmt der Erblasser zu Lebzeiten Schenkungen an Dritte vor, so werden hierdurch der Nachlass und damit auch der Pflichtteil der nächsten Angehörigen gemindert. Je nachdem, wie sich das Verhältnis von Schenkung zum übrigen Nachlass darstellt, kann die Schenkung dazu führen, dass der Nachlass ausgehöhlt wird. (mehr …)

Erbteilungsklage | Rechtslexikon zum Erbrecht

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Ist eine gütliche Einigung über die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft zwischen den Miterben nicht möglich, bleibt häufig nur die Möglichkeit, die Auseinandersetzung durch eine Erbteilungsklage (auch Auseinandersetzungsklage genannt) zu betreiben. (mehr …)