Testament schreiben – was Sie bei der Gestaltung beachten sollten

Lesen Sie hier, wie Sie Fehler bei der Testamentsgestaltung vermeiden

Wenn Sie ein Testament verfassen, können Sie selbst bestimmen, was mit Ihrem Vermögen nach dem Tod geschehen soll. Das Testament ist eine einseitige Willenserklärung von Ihnen, die Sie jederzeit widerrufen können und die im Todesfall angewendet wird.

Für den Fall, dass Sie kein Testament aufsetzen, kommt die gesetzliche Erbfolge zum Tragen. An dieser Stelle müssen Sie beachten, dass die gesetzliche Erbfolge wahrscheinlich nicht Ihren Wünschen und Vorstellungen entspricht.

Nur wenige Deutsche haben ein Testament verfasst

Ganz allgemein hat nur ein relativ kleiner Teil der Deutschen ein Testament verfasst. Es wird geschätzt, dass der Anteil bei rund 15 Prozent liegt. Gerade in den Fällen, in denen der Erblasser keine letztwillige Verfügung hinterlassen hat und es einen hinterbliebenen Ehepartner gibt, kann es dazu kommen, dass dieser weiß, was der Verstorbene gewünscht hätte, ohne jedoch eine rechtliche Handhabe für die Durchsetzung dieses Willens zu haben.

Mögliche Fehler bei der Testamentsgestaltung

Bei der Gestaltung eines Testaments sind Sie an eine bestimmte Form gebunden. Wenn Sie die Formvorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) nicht einhalten, ist Ihr Testament ungültig. Daher müssen Sie unbedingt beachten, dass Sie Ihr Testament handschriftlich verfassen oder Ihr Testament notariell beurkunden lassen. Die notarielle Beurkundung ist jedoch mit Notarkosten verbunden.

Wenn Sie sich bei uns beraten lassen, um umfassend alle Fragen, die im Zusammenhang mit einer Testamentsgestaltung stehen, klären zu können, werden wir Ihnen zeigen, wie Sie

  • Fehler leicht vermeiden
  • Kosten und Steuern sparen sowie
  • größtmögliche Sicherheit

zur Durchsetzung Ihres letzten Willens erlangen können.

Ein weiterer möglicher Fehler ist es zum Beispiel, ein bereits verfasstes Testament aus der Verwahrung beim Notar zu nehmen, ohne ein neues Testament zu hinterlegen. Dies kann etwa dann geschehen, wenn sich später herausstellt, dass das ursprüngliche Testament doch nicht geändert werden soll. Ein notarielles Testament wird jedoch, anders als ein privatschriftliches Testament, unwirksam, wenn es aus der Verwahrung genommen wird.

Vermeiden Sie unnötige Erbschaftssteuern

Ein weiterer Punkt sind Steuerfreibeträge, die Sie nicht verschenken sollten. Vor allem Ehepartner, die sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen, müssen oft Erbschaftssteuer zahlen, wenn Vermögen sowie eine Immobilie vererbt wird. Durch Schenkungen zu Lebzeiten oder das Einsetzen von Kindern oder anderen Verwandten als zusätzliche Erben können Sie die Freibeträge besser ausnützen.

Vermeiden Sie die Teilungsversteigerung Ihrer Immobilie

Wenn Immobilien oder Grundstücke vererbt werden, gibt es unter den Erben oft Streit darüber, wie diese verwendet werden sollen. Kommt keine Einigung zustande, ist die Lösung oft die Teilungsversteigerung, die in einem solchen Fall jedoch in vielen Fällen unter dem eigentlichen Marktwert endet.

Das bedeutet, dass am Ende keiner der Erben mit der Situation zufrieden ist, obwohl dies vor dem Tod des Vererbenden so nicht absehbar war. Testamentarisch können Sie, für den Fall eines solchen Familienstreits, relativ leicht vorbeugen.

Fazit

Das BGB gibt Ihnen, als Testierendem, eine Vielzahl von Regelungsmöglichkeiten zur Durchsetzung Ihres letzten Willens an die Hand. Grundsätzlich sollten Sie, nach Möglichkeit, alle Eventualitäten bedenken und entsprechende Regelungen treffen. Wir werden Ihnen gerne Ihre erbrechtlichen und erbschaftssteuerrechtlichen Möglichkeiten aufzeigen und erläutern oder ein maßgeschneidertes Testament für Sie entwerfen.

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