Familienrecht

Zugewinnausgleich | Rechtslexikon zum Familienrecht

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Im Laufe einer Ehe gewinnen oft beide Ehepartner, in selteneren Fällen nur einer der Partner, Vermögen hinzu. Dies kann in Form von Bargeld, Wertpapieren, Versicherungen, Grundstücken oder Luxusgütern erfolgen, auch ein Unternehmen kann einen Vermögenszuwachs darstellen. Schulden, die im Laufe der Ehe zurückgezahlt werden, sind ebenfalls eine Form des Vermögenszuwachses.

Wie ergibt sich aber nun ein Zugewinnausgleichsanspruch? Dafür muss zunächst einmal eine Zugewinngemeinschaft vorliegen. Als Zugewinngemeinschaft wird der gesetzliche Güterstand der Ehegatten bezeichnet, der nur dann nicht vorliegt, wenn durch einen Ehevertrag ein anderer Güterstand vereinbart wurde (Gütergemeinschaft oder Gütertrennung).

Liegt nun eine Zugewinngemeinschaft vor, muss ermittelt werden, wie hoch der Zugewinnausgleichsanspruch durch etwaige Vermögenszuwächse beim einen oder beiden Ehegatten ist. (mehr …)

Trennungsjahr | Rechtslexikon zum Familienrecht

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Eine Scheidung setzt nach § 1565 Absatz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) das Scheitern der Ehe voraus. Indiz für das Scheitern der Ehe ist das Getrenntleben der Ehegatten seit mehr als einem Jahr. Leben die Ehegatten weniger als ein Jahr getrennt, so kann die Ehe nur geschieden werden, wenn für den antragstellenden Ehegatten die Fortsetzung der Ehe wegen Gründen in der Person des anderen Ehepartners eine unzumutbare Härte darstellt.

Ziel dieser Regelung ist es, zu verhindern, dass eine Ehe aufgrund eines überstürzt oder unüberlegt eingereichten Scheidungsantrags geschieden wird. Den Ehegatten soll durch den vergleichsweise langen Zeitraum von einem Jahr die Möglichkeit der Reflektion und Zeit für einen Rettung der Ehe gegeben werden.

Sobald die Ehegatten jedoch ein Jahr getrennt leben wird (bei gemeinsamer Antragstellung oder Zustimmung zum Scheidungsantrag) unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe tatsächlich gescheitert ist. Sobald die Ehegatten drei Jahre getrennt leben, wird auch bei streitiger Antragstellung das Scheitern der Ehe unwiderlegbar vermutet. (mehr …)

Trennungsunterhalt | Rechtslexikon zum Familienrecht

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Wenn sich Ehegatten trennen, um später die Scheidung zu vollziehen, stellt sich die Frage nach den Unterhaltsansprüchen, dazu gehört insbesondere der Trennungsunterhalt, der demgemäß thematisch zum Ehegattenunterhalt und damit dem Unterhaltsrecht gehört.

Vom Zeitpunkt der Trennung an bis zur Rechtskraft der Ehescheidung (sogenannte Trennungszeit) gibt es einen Anspruch auf Trennungsunterhalt für den Unterhaltsberechtigten. Mit der Rechtskraft der Ehescheidung endet der Anspruch auf Trennungsunterhalt. Ob nach Rechtskraft der Ehescheidung ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt besteht, ist gesondert zu prüfen.

Ein Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht, wenn das Einkommen des einen Ehegatten höher ist als das des anderen. Im ersten Jahr nach der Trennung besteht in aller Regel keine Verpflichtung, an der eigenen Erwerbssituation etwas zu ändern, das heißt eine Erwerbstätigkeit aufnehmen zu müssen oder den Umfang der Erwerbstätigkeit auszuweiten. Nach Ablauf des ersten Trennungsjahrs kann dies im Hinblick auf die Eigenverantwortung der Ehepartner anders zu beurteilen sein. (mehr …)

Nachehelicher Unterhalt | Rechtslexikon zum Familienrecht

Lesen Sie hier Wissenswertes zum nachehelichen Unterhalt

Der nacheheliche Unterhalt ist ein Anspruch auf Ehegattenunterhalt, der nach der Scheidung bestehen kann.

Der nacheheliche Unterhalt wird ab der Rechtskraft der Ehescheidung geschuldet und löst den Trennungsunterhalt ab. Es handelt sich dabei um zwei voneinander verschiedene Unterhaltsansprüche, die getrennt voneinander vereinbart und gegebenenfalls auch gerichtlich durchgesetzt werden müssen. (mehr …)

Versorgungsausgleich | Rechtslexikon zum Familienrecht

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Die während der Ehe erworbenen Ansprüche auf eine Rente beziehungsweise Altersversorgung werden zwischen den Eheleuten ausgeglichen. Bei einer Scheidung ist der Versorgungsausgleich grundsätzlich von Amts wegen durchzuführen.

Durch den Versorgungsausgleich soll derjenige Ehegatte, der während der Ehe die Kinder betreut und den Haushalt geführt hat und nicht oder nur in geringem Umfang berufstätig sein konnte, im Alter eine eigenständige soziale Absicherung haben.

Der Versorgungsausgleich ist durch das Familiengericht, also das örtlich zuständige Amtsgericht, auch bei kinderlosen Ehepaaren und Doppelverdiener-Ehen durchzuführen. (mehr …)

Düsseldorfer Tabelle | Rechtslexikon zum Familienrecht | Düsseldorfer Tabelle

Mit Düsseldorfer Tabelle Kindesunterhalt berechnen

ACHTUNG: DIESE SEITE WIRD DERZEIT NOCH AUF DEN AKTUELLEN STAND GEBRACHT!

Düsseldorfer TabelleMütter und Väter müssen für ihre Kinder Unterhalt bezahlen, wenn diese nicht bei ihnen im Haushalt leben, beispielsweise nach einer Trennung oder Scheidung. Allerdings darf die Unterhaltspflicht nicht das komplette Einkommen beanspruchen, sondern nur einen angemessenen Teil davon. Schließlich haben auch Unterhaltspflichtige einen Anspruch darauf, ihren notwendigen Eigenbedarf zu decken. Das ist der sogenannte Selbstbehalt.

Aus der Düsseldorfer Tabelle ergibt sich, wie viel Unterhalt für Kinder bezahlt werden muss. Dieser Unterhaltsbedarf hängt vom (bereinigten) Nettoeinkommen des oder der Unterhaltspflichtigen und vom Alter des Kindes ab.

Direkt ablesen lassen sich die Zahlbeträge aus der Tabelle deshalb nicht. Für die Berechnung des Unterhalts müssen auch das Kindergeld, die Zahl der Unterhaltspflichtigen und andere Aspekte berücksichtigt werden. (mehr …)

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