Scheidung einreichen | Sie möchten sich scheiden lassen? | Scheidungsanwalt

So die Ehe beenden

Scheidung einreichenEine „Scheidung einreichen“ oder „sich scheiden lassen“ – das hat jeder schon einmal gehört. Wer allerdings noch kein Scheidungsverfahren mitgemacht hat, weiß meistens nicht ganz genau, was ihn da so alles erwartet.

Wenn man dann bedenkt, dass neben dem komplizierten Scheidungsrecht zusätzlich noch der Stress und die Emotionen, die das Ende einer Ehe mit sich bringt, hinzukommt, wird klar, was für eine Belastung eine Scheidung für den oder die Scheidungswilligen darstellt. Hinzu kommt, dass zu allererst geprüft werden muss, ob ein Scheidungsantrag erfolgreich gestellt werden kann.

Wir als Fachanwälte für Familienrecht zeigen Ihnen nun deshalb hier, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine Scheidung einreichen und sich scheiden lassen zu können. Sie werden zudem erfahren, welche Arten einer Ehescheidung es gibt. Seien Sie gespannt!

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Es ist möglich, eine Ehe zu beenden, wenn das gemeinsame Eheleben gescheitert ist. Der Gesetzgeber sieht eine Ehe dann als gescheitert an, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft über einen längeren Zeitraum nicht mehr existiert und auch in Zukunft nicht mehr wiederherzustellen ist.

Um die Scheidung einreichen zu können, muss also regelmäßig der Beweis über eine mindestens einjährige räumliche Trennung von dem Scheidungswilligen erbracht werden. Ausnahmen gelten in den seltenen Fällen der Härtefallscheidung oder gar der Aufhebung der Ehe.

Eine einvernehmliche Scheidung ist die einfachste Art, eine Ehe zu beenden. Sind sich beide Partner über die Unterhaltszahlungen, das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder, die künftige Nutzung der bisherigen Unterkunft sowie die Verteilung des Vermögens oder unterschiedlicher Haushaltsgegenstände, einig, so wird der Scheidungsprozess deutlich vereinfacht. Zu beachten ist jedoch, dass bei der Einreichung des Scheidungsantrags eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung vorgelegt werden muss, die alle zuvor genannten Punkte regelt.

Wenn sich die Ehepartner nicht einig sind, wird das Scheidungsverfahren als strittig angesehen. In solchen Fällen müssen beide Seiten von jeweils einem Anwalt vertreten werden. Letztlich entscheidet dann das Gericht über die strittigen Punkte.

In unserer Kanzlei können Sie fachanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dann profitieren Sie von einer herausragenden Spezialisierung im Zusammenhang mit Scheidungen.

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Wollen Sie sich scheiden lassen? Suchen Sie einen Anwalt in Leonberg oder in Stuttgart – mit Erfahrung – der Ihre Scheidung kompetent, diskret und zügig abwickelt? Wir sind, insbesondere mit unserer Fachanwältin für Familienrecht, Frau Sabine Keck, auf das Scheidungsrecht spezialisiert und sorgen dafür, dass Sie wieder frei sind.

Nachfolgend haben wir die Möglichkeit für Sie geschaffen, sich eingehender zum Thema Ehescheidung zu informieren. Schauen Sie sich doch einfach mal um!

Scheidungsvoraussetzungen

Wichtig für Sie zu wissen, ist zunächst, dass die Scheidungsvoraussetzungen vorliegen müssen.

1977 wurde das Familienrecht in Deutschland reformiert. Seitdem gilt das sogenannte Zerrüttungsprinzip als Voraussetzung für eine Ehescheidung. Demnach ist es möglich, eine Ehe zu beenden, wenn das gemeinsame Eheleben gescheitert ist.

Der Gesetzgeber sieht eine Ehe als gescheitert an, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft über einen längeren Zeitraum nicht mehr existiert und auch in Zukunft nicht mehr wieder herzustellen ist (§ 1565 I BGB). Um die Scheidung einreichen zu können, muss regelmäßig der Beweis über eine mindestens einjährige räumliche Trennung von dem Scheidungswilligen erbracht werden. Ausnahmen gelten bei den selteneren Fällen einer Härtefallscheidung oder gar der Aufhebung der Ehe.

Austragungsort des Scheidungsverfahrens

Zuständig für das Scheidungsverfahren ist das Familiengericht (Amtsgericht). Wenn das scheidungswillige Ehepaar minderjährige Kinder hat, so wird das Verfahren beim Gericht desjenigen Gerichtsbezirks ausgetragen, in dem der Elternteil, der die Kinder versorgt, wohnhaft ist.

Wenn keine Kinder vorhanden sind, so gibt es zwei Möglichkeiten. Lebt einer der Ehepartner noch am letzten gemeinsamen Wohnort, wird das Familiengericht dieses Ortes mit dem Scheidungsverfahren beauftragt. Haben beide Parteien den letzten gemeinsamen Wohnort verlassen, so ist das Familiengericht des Ortes zuständig, an dem der Noch-Ehepartner des Antragsstellers (sprich der Antragsgegner) wohnt.

Sind weitere Verfahren notwendig, wie zum Beispiel ein Verfahren zur Regelung des Unterhalts oder des Sorgerechts, so wird das Scheidungsverfahren meist zusammen mit den anderen Verfahren durchgeführt.

Einvernehmliche Scheidung

Die einvernehmliche Scheidung ist die einfachste und kostengünstigste Art, eine Ehe zu beenden.

Wenn beide Partner in der Lage sind, Dinge wie die Beendigung der Ehe, Unterhaltszahlungen und Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder, die künftige Nutzung der bisherigen Unterkunft sowie die Verteilung des Vermögens oder unterschiedlicher Haushaltsgegenstände, friedlich und selbstständig zu regeln, so wird der Scheidungsprozess deutlich vereinfacht.

Sind sich beide Partner über alle Punkte einig, ist nur ein Rechtsanwalt, nämlich für den Antragsteller, erforderlich. Dies entlastet nicht nur das Familiengericht, sondern mindert auch erheblich die Kosten des Scheidungsverfahrens.

Zu beachten ist jedoch, dass bei der Einreichung des Scheidungsantrags eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung vorgelegt werden muss, in der alle wichtigen Vorgehensweisen nach der Trennung aufgeführt und vertraglich festgelegt sind.

Strittige Scheidung

Wenn nur einer der Noch-Ehepartner die Ehe beenden möchte oder sich beide Parteien nicht über alle Angelegenheiten einig werden, so wird das Scheidungsverfahren als strittig angesehen. Meistens gibt es Uneinigkeiten bezüglich des Sorgerechts und Umgangsrechts gemeinsamer Kinder, Unterhaltsfragen, der Verteilung des Hausrats oder des Zugewinnausgleichs.

In solchen Fällen gilt der gesetzliche Anwaltszwang. Das bedeutet, dass beide Seiten von einem Anwalt vertreten werden müssen, damit die Chancengleichheit vor Gericht gewährleistet ist. Vor Gericht ist es nämlich nicht möglich, Anträge ohne einen Rechtsanwalt zu stellen oder sich gegen Anträge der anderen Partei zu wehren.

Scheidungsantrag

Um rechtskräftig geschieden werden zu können, ist die Stellung eines Scheidungsantrages erforderlich. Bezüglich des Scheidungsantrags gilt in Deutschland Anwaltszwang. Das bedeutet, dass man den Scheidungsantrag einer Ehe nicht selbst, sondern nur über einen Anwalt stellen kann.

Nachdem der Antrag bei Gericht eingegangen ist, wird der Antragsgegner über den Scheidungsantrag informiert. Dieser muss anschließend gegenüber dem Gericht eine Stellungnahme abgeben. Stimmt er dem Antrag zu, so ist das Hinzuziehen eines Rechtsanwalts nicht unbedingt erforderlich. Falls dieser jedoch mit der Ehescheidung oder bestimmten Trennungsvereinbarungen nicht einverstanden ist, so muss ein zweiter Rechtsanwalt hinzugezogen werden.

Wir sind als Scheidungsanwälte in Leonberg und Stuttgart im Übrigen bei scheidung.org gelistet.

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Die Scheidung einer Ehe kann nur durch ein gerichtliches Scheidungsverfahren erfolgen. Zuständig für das gerichtliche Scheidungsverfahren sind die Familiengerichte.

Wann eine Ehe geschieden werden kann ist im Gesetz geregelt. In § 1565 BGB heißt es:

(1) Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Die Ehe ist gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und nicht erwartet werden kann, dass die Ehegatten sie wiederherstellen.
(2) Leben die Ehegatten noch nicht ein Jahr getrennt, so kann die Ehe nur geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen würde.

Wann eine Ehe unwiderlegbar gescheitert ist, hat der Gesetzgeber in § 1566 BGB geregelt:

(1) Es wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehegatten seit einem Jahr getrennt leben und beide Ehegatten die Scheidung beantragen oder der Antragsgegner der Scheidung zustimmt.
(2) Es wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehegatten seit drei Jahren getrennt leben.

Gang des Scheidungsverfahren

Zuständiges Gericht

Die örtliche Zuständigkeit für das Scheidungsverfahren richtet sich nach § 122 FamFG:

Nach § 122 Nr. 1 FamFG ist das Gericht örtlich zuständig, in dessen Bezirk einer der Ehegatten mit allen gemeinschaftlichen minderjährigen Kindern seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Nach §122 Nr. 2 FamFG ist das Gericht örtlich zuständig, in dessen Bezirk einer der Ehegatten mit einem Teil der gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, sofern bei dem anderen Ehegatten keine gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder leben.

Nach § 122 Nr. 3 FamFG ist das Gericht örtlich zuständig, in dessen Bezirk die Ehegatten ihren gemeinsamen Aufenthalt zuletzt gehabt haben, wenn einer der Ehegatten bei Eintritt der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags im Bezirk dieses Gerichts noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Liegen die Voraussetzungen des § 122 Nr. 1 bis 3 FamFG nicht vor, dann ist nach § 122 Nr. 4 FamFG das Gericht zuständig, in dessen Bezirk der Antragsgegner, oder nach § 122 Nr. 5 FamFG der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Liegen sämtliche Voraussetzungen nicht vor, ist nach § 122 Nr. 6 FamFG das Amtsgericht Schöneberg in Berlin zuständig.

Scheidungsantrag

Das Scheidungsverfahren wird dadurch eingeleitet, dass einer der Ehegatten einen Scheidungsantrag stellt. Der Scheidungsantrag muss mittels Schriftsatz durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt beim örtlich zuständigen Familiengericht eingereicht werden.

Der Antrag auf Scheidung der Ehe enthält in aller Regel nur eine kurze Schilderung zum Getrenntleben der Eheleute sowie die Angabe formaler Daten wie den Zeitpunkt und den Ort der Eheschließung, Geburtsdatum und Staatsangehörigkeit der Ehegatten, Angaben über die Kinder, Umgang, Unterhaltszahlungen gegebenenfalls getroffene Einigungen über Folgesachen. In § 133 FamFG ist geregelt welche Angaben im Scheidungsantrag gemacht werden müssen.

Anwaltliche Vertretung im Scheidungsverfahren

Es ist nicht notwendig, dass beide Eheleute im Scheidungsverfahren anwaltlich vertreten sind. Der Antragsgegner, also der andere Ehegatte, muss keinen eigenen Scheidungsantrag stellen und benötigt daher nicht zwangsläufig einen eigenen Anwalt. Nach wie vor leider weit verbreitet ist die Meinung, dass sich beide Eheleute einen gemeinsamen Anwalt zur Vertretung im Scheidungsverfahren nehmen können. Dies ist nicht möglich, da die Vertretung beider Eheleute durch einen gemeinsamen Anwalt eine Interessenkollision darstellt, die das anwaltliche Berufsrecht ausdrücklich verbietet.

In Verfahren, in denen der andere Ehegatte darauf verzichtet selber einen Anwalt zu beauftragen, ist also nur der den Scheidungsantrag stellende Ehegatte anwaltlich vertreten. Ohne eigenen Anwalt kann man keine eigenen Anträge stellen – also zwar dem Scheidungsantrag zustimmen, nicht aber selber die Scheidung beantragen. Nimmt der Ehegatte, der den Scheidungsantrag gestellt hat, diesen wieder zurück, wäre dann das Verfahren beendet. Hat der andere Ehegatte über einen eigenen Anwalt selber einen Scheidungsantrag gestellt, würde das Verfahren fortgeführt werden. Auch für die Beantragung von Folgesachen ist die Beauftragung eines Anwaltes zwingend vorgeschrieben.

Versorgungsausgleich

Wenn der Scheidungsantrag bei Gericht eingereicht ist, erhalten beide Eheleute vom Familiengericht die Formulare zur Berechnung des Versorgungsausgleichs. Die Formulare sind auszufüllen und an den eigenen Rechtsanwalt oder sofern man anwaltlich nicht vertreten ist, direkt an das Familiengericht wieder zurückzusenden. Nach Eingang der ausgefüllten Formulare werden von den jeweiligen Rententrägern die Berechnungen der während der Ehe erworbenen Anrechte vorgenommen.

Scheidungstermin

Sind die Auskünfte vollständig bei Gericht eingegangen, findet in aller Regel ein mündlicher Verhandlungstermin vor dem Familiengericht statt, an dem beide Ehegatten anwesend sein müssen. In dem mündlichen Verhandlungstermin werden die Ehegatten zum Getrenntleben und zum Scheitern der Ehe angehört und es wird der Versorgungsausgleich besprochen.

In der Regel wird in der mündlichen Verhandlung zur Ehescheidung auch sogleich die Scheidung der Ehe durch Beschluss ausgesprochen.

Sind beide Parteien anwaltlich vertreten, kann auf Rechtsmittel verzichtet werden bezüglich des Scheidungsausspruchs, d.h. dass die Scheidung dann am selben Tag rechtskräftig ist. Ist nur der Antragsteller anwaltlich vertreten, ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Die Rechtskraft des Scheidungsbeschlusses tritt dann erst 4 Wochen nach Zustellung des Scheidungsbeschlusses ein.

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