Kosten einer Scheidung

Hier erfahren Sie Wissenswertes zu den Scheidungskosten

Eine Scheidung ist fast immer mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Die anfallenden Gerichts- und Anwaltskosten sind vom Streitwert abhängig und werden nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) beziehungsweise nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) berechnet.

Die Scheidungskosten sind also im Wesentlichen vom Streitwert und damit von Ihrem speziellen Einzelfall bestimmt. Aber nicht nur bedingt durch die rechtlichen Streitigkeiten, sondern auch außerhalb der verfahrensrechtlichen Kosten, beispielsweise durch Unterhaltsansprüche, kann eine Scheidung Kosten verursachen.

Gerichts- und Anwaltskosten

Der Streitwert ergibt sich aus dem vorhandenen Vermögen und den Einkommen der beiden Ehepartner. Bestimmend für die Anwaltskosten ist außerdem, welche anwaltlichen Tätigkeiten für Sie vorgenommen werden müssen.

Es zählen dazu insbesondere:

  1. Außergerichtliche Tätigkeit
  2. Einreichung des Scheidungsantrags
  3. Wahrnehmung des Scheidungstermins

Bei einer einvernehmlichen Scheidung können Sie Kosten sparen, indem Sie oder Ihr Ehepartner auf die Anwesenheit eines Anwalts im Scheidungstermin beim Familiengericht verzichten. Dann darf es allerdings zu keinerlei Streitigkeiten vor Gericht kommen.

Weitere verfahrensbedingte Kosten

Im gerichtlichen Scheidungsverfahren muss regelmäßig ein Versorgungsausgleich durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um ein Ausgleichsverfahren hinsichtlich der zukünftigen Rentenansprüche der beiden Ehepartner. Dieser Versorgungsausgleich erhöht den Streitwert.

Sind Kinder vorhanden, kommt es häufig zu separaten Umgangs- beziehungsweise Sorgerechtsverfahren, die losgelöst von dem eigentlichem Scheidungsverfahren ablaufen. Dabei entstehen ebenso Gerichts- und auch Anwaltskosten. Bei Streitigkeiten im Hinblick auf den Zugewinnausgleich und Unterhaltsansprüche ist dies nicht anders.

Prinzipiell kann man feststellen, dass sich die Scheidungskosten nach der Anzahl der Punkte, die aus Ihrer, der Sicht Ihres Ehepartners oder aus familienrechtlicher Sicht einer Klärung bedürfen, richten und weniger nach dem tatsächlichen Aufwand.

Verfahrenskostenhilfe (VKH)

Im Hinblick auf die Kosten, die im Rahmen der verfahrensrechtlichen Streitigkeiten entstehen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Antrag auf Verfahrenskostenhilfe (VKH) stellen. Wir teilen Ihnen gerne mit, ob diese Möglichkeit in Ihrem Fall besteht!

Das Gericht muss bei einem solchen Antrag

  • Ihre wirtschaftliche Bedürftigkeit und
  • Ihre Erfolgsaussichten für das angestrebte Verfahren

prüfen.

Dem VKH-Antrag muss daher ein Antragsentwurf der von Ihnen beabsichtigten gerichtlichen Maßnahme beifügt werden. Dies übernehmen wir gerne für Sie!

Einschätzung Ihrer Situation

Sie sehen nach alledem, dass die Frage, wie hoch die Scheidungskosten sind, nicht pauschal beantwortet werden kann. Es ist also unerlässlich, Ihren speziellen Einzelfall eingehend zu prüfen.

Wir übernehmen das gerne für Sie. Sprechen Sie uns einfach an!

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