Privatinsolvenz ohne eigenes Einkommen | Wie Sie ohne Einkommen Privatinsolvenz anmelden können

Lesen Sie hier, warum Einkommenslosigkeit eine Verbraucherinsolvenz nicht verhindert

Ihre Schulden häufen sich? Sie bekommen ständig unangenehme Post, die Sie schon gar nicht mehr öffnen? Der Gerichtsvollzieher steht des Öfteren bei Ihnen vor der Haustür? Sie haben aber keinerlei oder nur ein sehr geringes, eigenes Einkommen und fragen sich jetzt, ob Sie trotzdem eine Privatinsolvenz anmelden können? Ja, das geht! Sie können auch ohne eigenes Einkommen die Durchführung einer Verbraucherinsolvenz beantragen. Lesen Sie hier, was von Ihnen zu veranlassen ist und worauf Sie achten müssen.

Grundsätzlich muss für ein ordnungsgemäßes Verbraucherinsolvenzverfahren zunächst ein außergerichtlicher Schuldenbereinigungsversuch durchgeführt werden, der von einer „geeigneten Person“ nach § 305 InsO bescheinigt und bestätigt wird. Im Falle des Scheiterns des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens wäre Ihre Privatinsolvenz aber keinesfalls gescheitert, sondern kann dann mit einem Antrag beim zuständigen Insolvenzgericht fortgesetzt werden.

Eine Verbraucherinsolvenz kommt immer dann in Frage, wenn Sie kein pfändbares Einkommen haben oder aber die Höhe Ihrer gesamten Schulden größer ist, als der Betrag, welcher sich rechnerisch durch die Addierung Ihres monatlich pfändbaren Einkommensbetrages nach insgesamt sechs Jahren ergibt.

Ihr erster Schritt aus der Schuldenfalle

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Privatinsolvenz – Verfahren in drei Stufen unterteilbar

Grundsätzlich lässt sich das Verbraucherinsolvenzverfahren – im Übrigen auch mit Minijob möglich – in drei Stufen unterteilen:

Außergerichtliche Schuldenbereinigung

Bescheinigung außergerichtliche SchuldenbereinigungZunächst müssen Sie bei einer geeigneten Stelle Ihre Finanzen, Vermögenswerte und nicht zuletzt die Unterlagen, welche Ihre Verschuldung belegen, vor- und offenlegen. Es wird sodann ein auf Ihre Situation angepasster Schuldenbereinigungsplan erstellt, der Ihren Selbstbehalt berücksichtigt – und welcher das Ziel hat, ohne ein Insolvenzverfahren schuldenfrei zu werden. Dabei wird Ihren Gläubigern, etwa durch Ratenzahlungen oder Zahlungen aus einer fremden Quelle ein Vergleichsangebot unterbreitet.

Sollte der außergerichtliche Schuldenbereinigungsplan scheitern (was bei Vermögenslosigkeit beziehungsweise keinerlei Einkommen häufig der Fall ist), wird Ihnen eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt – gerne auch von uns – welche für die Insolvenzantragstellung beim Gericht zwingend notwendig ist.

Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Nun wird das Insolvenzgericht eingeschaltet, welches aufgrund Ihres Eröffnungsantrages einen Insolvenzverwalter bestellen wird. Dieser prüft Ihre Vermögens-, Geld- und Sachwerte. Sollte pfändbares Vermögen vorhanden sein, so wird dieses entsprechend verwertet und der Erlös hieraus an Ihre Gläubiger verteilt. Auch wird der pfändbare Anteil Ihres Einkommens (sofern vorhanden) eingezogen. Früher wurde die Privatinsolvenz übrigens gerne noch anders bezeichnet.

Erteilung der Restschuldbefreiung

Restschuldbefreiung PrivatinsolvenzDie Erteilung der angestrebten Restschuldbefreiung stellt bei geringem beziehungsweise gar keinem Einkommen kein Problem dar, solange Sie sich an die gesetzlichen Obliegenheitspflichten halten. Die Restschuldbefreiung kann auch dann erfolgreich beantragt werden, wenn Ihre Einkünfte unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegen und Ihre Gläubiger sozusagen leer ausgehen. Dies nennt man dann ein „masseloses Verfahren“.

Das Insolvenzgericht erteilt Ihnen, sofern keine sonstigen Versagungsgründe vorliegen, nach drei, fünf oder sechs Jahren die Restschuldbefreiung. Es ist geschafft, Sie sind schuldenfrei!

Kosten eines Verbraucherinsolvenzverfahrens

Auch wenn Sie ohne eigenes Einkommen leben oder nur über ein geringes Einkommen verfügen, Arbeitslosengeld I, II oder Hartz IV beziehen, kann selbstverständlich auch eine Verbraucherinsolvenz beantragt und erfolgreich für Sie durchgeführt werden. Ein eigenes Einkommen ist keine Voraussetzung für ein Insolvenzverfahren!

Bitte beachten Sie aber, dass ein Privatinsolvenzverfahren kostenpflichtig ist. Sie müssen im gerichtlichen Verfahren grundsätzlich sowohl für die Gerichtskosten als auch für die Gebühren des Insolvenzverwalters aufkommen. Die Gerichtskosten betragen zirka 1.500,00 bis 2.000,00 Euro, abhängig von Ihren Vermögensverhältnissen.

Kosten VerbraucherinsolvenzverfahrenEs gibt allerdings die Möglichkeit der sogenannten Verfahrenskostenstundung. Mit Ihrem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens kann ein Stundungsantrag gestellt werden. Nach dessen Prüfung und Bewilligung durch das Insolvenzgericht müssen Sie die Gerichtskosten erst nach dem Ende der Wohlverhaltensperiode begleichen.

Bei einem geringen Einkommen ist auch eine ausbleibende Zahlung oder eine sehr niedrige Ratenzahlung möglich. Ihre Rückzahlungspflicht endet vier Jahre nach Erteilung der Restschuldbefreiung. Danach müssen Sie keine Raten mehr bezahlen, egal wie hoch die Forderung noch ist. Nach alledem ist klar, dass eine Privatinsolvenz auch ohne Arbeit möglich ist.

Privatinsolvenz anmelden – Wir sind Ihr Wegbegleiter

Ob Sie nun ohne Einkommen oder mit Einkommen dastehen, wichtig ist, dass Sie Ihre missliche finanzielle Lage angehen und endlich was passiert. Den Druck einer nicht endenden Schuldensituation aushalten zu müssen, ist keine gute Idee.

Sie haben weitere Fragen zur Privatinsolvenz? Sie möchten endlich schuldenfrei sein? Zögern Sie nicht und nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir helfen Ihnen gerne und sofort mit einer Privatinsolvenz weiter, und zwar bundesweit – auch ohne eigenes Einkommen!

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